Anfang Dezember hatte herc aus dem Game of Robot Forum ein ca. 8 minütiges Gameplay Video der Robot Junior Episode bei Youtube reingestellt. Vielleicht weckt es ja bei dem ein oder anderen Interesse die Robot Spiele mal auszuprobieren?
Als quasi alter Game of Robot Hase muss ich eingestehen das ich den Trick mit dem Blockieren von Gegnern mittels Säurefläschen noch nicht kannte *lach* Das erleichtert doch gleich viele kniffelige Stellen. Danke herc :)
Bin ja eigentlich eher so der gemütliche, aber Teeworlds hat es mir die letzten zwei Stunden echt angetan :)
Lauter bunte kugelige Kerlchen bekriegen sich in farbenfrohen Karten. Mit den WASD Tasten lenkt man sein Kugelviech und zielt mit der Maus. Linksklick feuert die Waffe ab, Mausrad wechselt diese. Mittels Leerstaste wird gehüpft, gut getimet geht auch ein etwas höherer Sprung. Und das Sahnehäubchen ist der Haken, mittels Rechtsklick, mit dem man nach ein wenig Training in ungeahnte Höhen emporsteigen kann.
Anstelle ins Bett, geh ich mal fleissig weiter Punkten *winke*
Es war bereits Nachmittag als Nathan sich aus seinem Bett quälte. Die letzte Nacht war für ihn doch ein wenig länger gewesen als er gedacht hatte. Nunja, er wohnt noch nicht lange in Minoc, also war es sein erstes Fest zum Jahreswechsel. Und das wollte er sich um keinen Preis nehmen lassen!
Kurz vor Mitternacht versammelten sich alle Einwohner in der nahe gelegenen Minenkolonie. Die Erzhaufen, welche normalerweise zwischen den Zelten lagen, waren fort geräumt worden um für die Tische und Bänke des Schreiners Platz zu haben. Fleissige Hausfrauen hatten Speisen und Getränke im Überfluss auf den Tischen verteilt. Und der Barde spielte seine neuesten Werke, zu denen einige recht hübsch anzuschauende Damen tanzten.
Pünktlich zum Jahreswechsel zauberten dann ein paar Magier, welche extra aus Britain angereist waren, ein wahrhaft prächtiges Feuerwerk an den Himmel. Und nicht einmal Nathan vermochte es einigen Kindern zu erklären welche Zauber dort am Werk seien! Nach gut einer halben Stunde verlosch das Farbenspiel zwischen den Sternen und es wurde fröhlich und lautstark weiter in die Nacht hinein gefeiert…
Also war es kein Wunder, das Nathan heute nicht aus dem Bett kam, oder?
Als er dann endlich bereit war das Haus zu verlassen, klopfte es an die Fensterscheibe. Ein kleines Vögelchen sass davor und drosch unentwegt auf das Glas ein. Als Nathan sachte das Fenster öffnete, fiel das Vögelchen vor lauter Eifer beinahe hinein. Im letzten Moment jedoch besann es sich und flatterte auf Nathans Schulter, wo es ihm dann etwas ins Ohr flüsterte.
Göttin Hekate hatte alle Einwohner Amarthials nach Britain eingeladen! Weshalb, das konnte ihm der Vogel leider nicht mitteilen. Aber egal… wenn Götter rufen… springt der Held von heute doch gerne ;)
Ein “Kal Ort Por” später befand sich Nathan schon inmitten einer Menschenschar, vor der Bank Britains. Dem geringen Durchmesser des Kreises, in dem man sich aufstellt hatte, war zu entnehmen das nicht nur Nathan eine harte Nacht hinter sich hatte. Scheinbar hatten es einige Einwohner Amarthials nicht einmal geschafft aus dem Bett zu finden! Oder das Vögelchen, welches sie holen sollte, war unterwegs abhanden gekommen? Wer weiss…
Während Göttin Hekate begann eine Rede zum neuen Jahr zu halten, stritt sich unser Herr Nathan mit einer frechen Dame, die wohl ein paar Kal In Ex zu viel abbekommen hatte. Nathan war jedenfalls ausserstande sie wieder zu erkennen! Als das Thema dann endlich gegessen war… Hekate wohl auch schon die Hälfte der Rede bewältigt hatte, versuchte Nathan sich verzweifelt an einen ominösen “Screenshot” Zauber zu erinnern.
Schliesslich trat Hekate vor jeden der Anwesenden und liess auf magische Weise eine Rose, das konnte selbst unser pflanzenunkundige Nathan erkennen, erscheinen. Auf Nathans Frage, ob man sie denn auch giessen müsse, versicherte man ihm, das magische Pflanzen narrensicher wären. Also perfekt für necromantisch veranlagte Magier ;)
Als die Göttin ihre Untergebenen wieder ihren sterblichen Problemen überliess, kannte Nathan sein nächstes Ziel: Grizelda…
Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich im Arbeitszimmer meines Vaters sass und gebannt auf seinen Monitor starrte. Bald würde es soweit sein… 20 Uhr… Nach ein paar Minuten und wir würden die nächsten Episoden vom Sharewarespiel The Game of Robot empfangen. Ich hatte vorher eine ganze Zeit lang Robot Junior, die einzigste Freeware Episode und als “Einstiegsdroge” gedacht, gespielt. Und nachdem ich auch endlich das Ziel, welches sich direkt im Startraum bzw. in der Startszene befindet, erreicht hatte, wollte ich natürlich auch die restlichen Spiele haben.
Wie lange es am besagten Abend dauerte um die fehlenden Spiele per Videodat bei sage und schreibe 50 Bytes/sec zu empfangen, kann ich leider nicht berichten. Da ich am nächsten Tag Schule hatte, blieb ich natürlich nicht so lange auf xD
Was aber hat diese kleine Geschichte mit Säurefläschchen und Mauern zu tun? Säureflaschen sind in den Robot Spielen ein ständiger Begleiter und ein sehr wichtiges Spielelement, dabei besteht ihre Aufgabe einzig und allein darin Mauern weg zu ätzen. Das tut aber in vielen Szenen auch bitter not! Denn gilt es doch manchmal die richtigen Stelle in einem Labyrinth aus Mauern zu finden, um an Gold, Speicheruhren, Schlüssel oder gar Lebenselexiere zu gelangen.
Die offizielle Beschreibung der Robot Spiele:
Die Spiele der ROBOT-Reihe sind grafisch orientierte Arcade-Adventures. Du steuerst dabei eine Spielfigur durch unterschiedlichste Szenarien, in denen immer neue und unerwartete Dinge auf Dich warten. Oft müssen erst bestimmte Dinge gefunden oder Voraussetzungen erfüllt werden, bevor Du an anderen Stellen im Spiel weiterkommst.
Wenn Du Dich ersteinmal in der ROBOT-Welt zurechtgefunden hast, wirst Du so schnell nicht mehr davon loskommen…
Neben der schon erwähnten Freeware Episode Robot – Junior gab es noch vier weitere Episoden, welche aber alle Shareware sind und bis zu einer bestimmten Punktezahl gespielt werden können.
Manch einer wird nun mit recht behaupten, die Spielidee sei (selbst damals schon) weder neu noch bahnbrechend gewesen. Denn Robot I entstand noch wie so manches erste selbst programmierte Spiel. Ähnlich drückte es auch A. Tofahrn, einer der Programmierer, aus:
In den folgenden Monaten entstand dann so nebenbei Robot I. Erschaffen wurden die verschiedenen Gimmicks genauso spontan, wie das Spiel konfus wirkt. Hatte man eine neue Idee, so wurde irgendwo ein weiterer Raum angebaut, sodass man das Erdachte auch testen konnte. Eine “Story-Line” wurde erst dann eingebaut, als irgendwann ein Ende kommen musste.
Vielen Hobbyprogrammierern dürfte dies bekannt vorkommen ;)
Robot II hingegen bekam eine durchdachte Story und Charlie wurde sprichwörtlich an die frische Luft gelassen. Wüsten, Wälder, Flüsse und jede Menge kniffliger Rätsel! Für mich war mit Robot II das unvergleichliche Robot Flair geboren :)
DIE Robot Episode schlecht hin (und da sind sich wohl fast alle Robotfans einig) ist Robot III. Hier die offizielle Beschreibung:
Du bist auf der Insel Fana angekommen, von wo Dich der Hilferuf einer guten Freundin erreichte. Du wirst schnell merken, daß hier viel mehr auf dem Spiel steht. Robot III unterscheidet sich von den anderen Episoden vor allem durch die dichte, ansprechende Storyline, welche Dich konsequent durch das Spiel leitet.
Hier gilt es altertümliche Tempel, Höhlen, dichte Dschungel und trockene Wüsten zu erforschen. Die Sprache der eingebohrenen Tamali zu erlernen (das ist KEIN Scherz!) um mit ihnen zu Handeln und mehr über ihre Kultur und einer bevorstehenden Gefahr zu erfahren. Schlussendlich muss sich Charlie einer heiligen Prüfung unterziehen, die es wirklich in sich hat. Erst wer Fana in voller Grösse, und vor allem Szene für Szene, gesehen hat, kann ermessen mit wie viel Liebe und Fantasie man bei TOM Productions an dieses wirklich einmalige Spiel gegangen ist!
Robot IV entführt uns in eine geheimnissvolle Radarstation in Kamtschatka. Dort erwarten uns, ganz entgegen der ersten vier Episoden, vermehrt technisch / futuristische Szenen und Rätsel. Mikrokassetten, Lochkarten inklusive zugehöriger Lochkartenstanzer und -leser, Androiden und Untergrundbahnen. Auch der sonst übliche Robotgrafikstil wurde geändert, was aber schon nach kurzer Zeit nicht mehr weiter ins Gewicht fällt. Denn auch hier kommt jeder Robotfan (und solche die es noch werden) auf seine Kosten!
Aber das Beste ist… ihr braucht kein Dosbox um The Game of Robot zu spielen! Andreas hat sich die Mühe gemacht und in den letzten Jahren an einer Windowskonvertierung gearbeitet. Alle fünf Episoden sind nun vollständig ab Windows 95 (sogar unter Vista) lauffähig. Selbst die Emulation mittels Wine funktioniert (aus eigener Erfahrung) perfekt :)
Vielleicht mag der eine oder andere ja über die kalten Wintertage dem armen Charlie eine Chance geben?