Die Installation verlief erfreulich schnell und unkompliziert. Im Gegensatz zu Vista wurde auch fast die komplette Hardware meines Extensa 5230 automagisch mit Treibern versorgt. Nur die Intel Chipsatztreiber musste ich noch einmal drüber bügeln, damit auch die letzten beiden unbekannten Geräte aus dem Gerätemanager verschwinden konnten.
Mein absolutes Lieblingsspielzeug von Seven ist die die neue ‘Superbar’ getaufte Startleiste. Hatte ja nach meinem Kurzausflug in die Seven – Welt schon einmal erwähnt, das Microsoft es endlich geschafft hat, Schnellstarticons mit Taskanzeige zu verknüpfen. Da dauerte es auch nicht lange und meine eigentlich ständig gebrauchten Programme wurden in an die Startleiste gepinnt (<- heißt echt so xD).
Was ich aber noch schmerzlichst vermisse ist eine Möglichkeit Ordner an die Superbar zu heften. Halt wie die Stacks unter Mac OS X. Mittels Standalone Stack ließ sich dies zwar auch unter Seven realisieren, aber die Verzögerung bis zur Anzeige des Stacks fühlt sich eindeutig zu lang an, zumal Standalone Stack auch nicht im Speicher gehalten wird.
Auch nett wäre es, wenn man bestimmte Programme in einer Art Gruppenicon zusammenfassen könnte. Also anstelle für jeden Browser (brauch gerade alle *lach*) ein separates Icon, ein Icon unter dem alle laufenden Browser angezeigt werden und ich per Rechtsklick den zu startenden Browser auswählen kann.
Für das Mounten von CD/DVD Abbildern musste ich aber eine alternative Lösung suchen. Alle mir bis dato bekannten Programme versagten leider schon bei der Installation ihren Dienst. Abhilfe schaffte aber zum Glück: Gizmo Drive
Vielleicht kein Seven Problem, weiß leider nicht ob es nicht an WoW selbst oder an der hier verbauten Grafikkarte nebst Grafiktreiber liegt, aber hammermäßig auf den Senkel gehn mir die lächerlichen 10 FPS, welche ich unter WoW bekomme. Da bekam ich bei vollen Details auf meinem Leihlappy 25 Bildchen pro Sekunde. An Spielen in meiner spärlichen Freizeit ist also im Moment nicht zu denken :(
Mußte mich eben mal ein wenig ablenken und habe mich auf die Suche nach einer Freeware zum Bildschirmvideos aufzeichnen gemacht. Sie sollte nicht zu verspielt sein, schließlich will ich doch nur ab und zu was aufzeichnen und vielleicht auf Youtube laden. Gesucht… gefunden :)
Entpackt, Videoformat auf MPG4 gestellt und auf Aufnahme gedrückt. Und schon hatte ich mein erstes Video von GORC:
Wirklich nettes Programm :) Was mir aber noch irgendwie fehlt sind die richtigen Einstellungen zum mitschneiden von Sound und Musik des gefilmten Programmes und die Möglichkeit das zu filmende Fenster direkt auswählen zu können. Bei CamStudio kann ich wie es scheint nur den Bereich auswählen. Dabei nehme ich dann entweder zu viel oder zu wenig vom Fenster auf.
Eigentlich wollte ich ja nicht… aber ich brauchte eben ein wenig Abwechselung und da ich irgendwie noch kein 64 Bit Windows bei mir rumliegen hatte, warum nicht. Und dann auch noch für lau ;)
VirtualBox angeworfen und die 64 Bit Version von Seven auf einem 32 Bit XP Host installiert. Die Installation lief ohne Probleme, einzigst für die VirtualBox Soundkarte wurde kein Treiber gefunden, habe mir aber auch nicht die Mühe gemacht das Problem näher zu betrachten. Die Guestadditions liessen sich installieren, nachdem ich die VBoxWindowsAdditions-amd64.exe in den Vista Kompatibilitätsmodus geschickt hatte. Wie hier nachzulesen.
Gefühlt einen Tick langsamer als Vista unter VirtualBox, mag aber auch an der 64 Bit Variante oder 64 Bit Guest auf einem 32 Bit Host liegen.
Was mir sehr gefallen hat, war die Rückkehr der Seitenleiste im Explorer wie man sie unter XP gewohnt ist. Ok, sie ist jetzt besser :) Erinnert mich irgendwie an die aus Mac OS X. Hier mal ein Vergleich:
Auch die Startleiste hat endlich ein funktionales Facelifting bekommen! Man kann seine häufig genutzten Programme jetzt (warum erinnert mich das bloss wieder an Mac OS X?) dauerhaft an die Taskleiste pinnen. Also quasi Schnellstarticon und Task in einem.
Eben bei Caschy gelesen, die erste öffentliche Beta von Windows 7 mischt sich ab morgen unters Volk. Für mich ziemlich überrachende News. Ist aber auch kein Wunder, denn ich hab unterbewusst jegliche Neuigkeiten über das neue Windows überlesen. Aber warum?
Windows begleitet mich eigentlich schon seit Version 3.1, welche aber eher dann gestartet wurde wenn es galt mit Word und Excel zu arbeiten, oder für ein paar vergnügliche Stunden King’s Quest 7. Für alles andere (Spiele, Programmieren, Netzwerk) blieb man doch lieber unter DOS.
Interessant wurde es dann aber ab der ersten Beta von Windows 95. Das Prinzip des Desktops, wie ich es noch vom Geos 2.0 meines C64 kannte, hielt Einzug. Wer sich Mühe gab die autoexec.bat und config.sys zu bearbeiten und auch noch die richtige Hardware nebst Treibern besaß, konnte nun beide Welten, Windows und DOS, gleichzeitig geniessen.
Ab hier nahm ich, dank des Computerladens meines Vaters, jede weitere Windowsversion, 95 B, 95 C, 98, 98 SE, ME mit… man musste schliesslich auf dem neuesten Stand bleiben.
Der erste echte Fehlgriff war Windows Millennium. Was hatte sich Microsoft hier nur gedacht? Für meine Ansprüche, hauptsächlich Spiele, viel zu instabil.
Tja, und dann kam XP. Nachdem die ersten Rechner hardwaretechnisch die Mindestanforderungen erfüllten, kam es auf die Platten. Es hatte Potential, aber mangels passender Treiber und einiger unschöner Probleme bei Spielen und so mancher anderen Anwendung wurde es wieder verbannt. Ersteinmal… Windows 98 SE blieb DAS Betriebssystem für unsere Rechner.
Mit Servicepack 2 für XP und Servicepack 4 für Windows 2000 war dann einige Zeit später eine neue Chance für NT basierende Systeme auf unseren PCs fällig. Die etwas altersschwachen Laptops bekamen 2000, alle anderen XP. Und so sind wir eigentlich auch bis heute, gute 5 – 6 Jahre später, verblieben.
Ausflüge zu Vista endeten recht schnell mit ein paar der wenigen interessanten Neuerungen, die Adresszeile z.B. erleichtert das Arbeiten im Explorer ungemein (hier die XP Lösung: QTAdressBar) und die größeren Icons auf dem Desktop, passend zu den immer höher werdenden Bildschirmauflösungen (unter XP nutze ich dafür Avedesk), im Gepäck wieder bei XP.
Was mich genau an Vista stört vermag ich nicht wirklich in Worte zu fassen. Es fühlt sich einfach träge an und bis auf recht wenige Ausnahmen wurde die Bedienung auch nicht intuitiver. Das wird sich wohl auch mit Windows Seven nicht unbedingt ändern.
Irgendwie komme ich mir jetzt ziemlich dämlich vor. Da will ich weiter hier am Blog basteln und Vista lässt mich die Dateien nicht per FTP Zugang öffnen.
Stopp… Öffnen schon… nur will ich sie nicht in Firefox anzeigen lassen, oder erst händisch auf die eigene Platte laden, bearbeiten und händisch zurück auf den Server schicken. Ich möchte sie gern direkt bearbeiten. Im Editor meiner Wahl versteht sich. Nur da ist kein “Bearbeiten”, geschweige denn ein “Öffnen mit…” im Kontextmenü zu finden.
Das ist doch einfach nur albern. Konqueror unter Linux bietet mir diese Funktion von Haus aus. Und wenn ich mich recht entsinne, gabs das auch schon in Windows XP. Warum also nicht unter Vista?
Intuitiv, wie so schön beworben, ist Vista hier definitiv nicht!